Wichtige Informationen zum Versicherungsschutz für die ehrenamtliche Arbeit


1. Berufsgenossenschaft für das Gesundheitswesen und die Wohlfahrtspflege für Unfallversicherung
2. Gothaer für Haftpflicht
3. HDI Versicherung AG für Kraftfahrzeughaftpflicht
4. Insassenversicherung


zu 1. Unfallversicherung

Über Unfallversicherung schreibt die BGW Folgendes: "Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Organisationen und Betrieben, die sich im Gesundheitswesen oder der Wohlfahrtspflege engagieren, können bei der BGW versichert sein.Der Versicherungsschutz der BGW – gegen Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie von Berufskrankheiten – gilt auch dann, wenn eine Organisation gar keine fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der BGW versichert hat. Versichert sind alle das Ehrenamt betreffenden Tätigkeiten, einschließlich der damit verbundenen notwendigen Wege."
 

zu 2. Haftpflichtversicherung


Zur Haftpflichtversicherung ist in der Veröffentlichung der Behörde für Arbeit und Soziales folgendes zu lesen: "Damit durch eine ehrenamtliche Tätigkeit keine Nachteile entstehen, hat die Freie und Hanse­stadt Hamburg einen Sammelhaftpflichtvertrag für ehrenamtlich Tätige abgeschlossen. Dieser Sammelhaftpflichtvertrag entbindet Vereine, Verbände, Stiftungen, Organisationen oder andere Träger jedoch nicht von der Pflicht, den Haftpflichtversicherungsschutz ihrer ehrenamtlich Engagierten durch eine eigene Haftpflichtversicherung sicher zu stel­len. Denn der Versicherungsschutz des Sammelhaftpflichtvertrages greift nur dann, wenn kein anderweitiger Haftpflichtversicherungsschutz über die Vereinigung bzw. Organisation oder eine Privathaftpflichtversicherung besteht. Es handelt sich um eine sogenannte Subsidiärhaftung." Der Freundeskreis hat deshalb eine Haftpflichtversicherung bei der Gothaer Versicherung abgeschlossen.


zu 3. Kraftfahrzeugversicherung


Eine Kraftfahrzeugversicherung besteht für den Kleinbus seit vielen Jahren eine Versicherung bei der HDI Versicherung AG. Für Fahrten mit dem eigenen Auto gilt Folgendes: Wenn der Helfer fürs Ehrenamt das eigene Auto nimmt und dabei einen Unfall baut, greift seine private Kfz-Versi­cherung. Doch der Schadenfreiheitsrabatt geht dann verloren, und die nächste Jahresprämie wird teurer. Außerdem trägt die Haftpflicht nur den Schaden des Unfallgegners, nicht den am eigenen Auto. Dafür ist eine Vollkasko nötig.


zu 4. Insassenversicherung

Der Gesetzgeber schreibt für jeden Pkw, der in Deutschland zugelassen wird, eine Kfz-Haftpflichtversicherung vor. Mit dieser sind alle Insassen eines Fahrzeuges abgesichert – unabhängig vom Unfallszenario. Eine zusätzliche Insassenunfallversicherung ist also in der Regel überflüssig.


Fall 1: Ein anderer Autofahrer hat Schuld

Sollte ein anderer Autofahrer Schuld an einem Unfall mit Verletzungsfolgen haben, greift die Kfz-Haftpflicht, die für den Wagen des Unfallverursachers abgeschlossen wurde.
Selbst wenn der Unfallverursacher formal ohne Versicherungsschutz sein sollte, sind verletzte Insassen abgesichert. In diesem Fall springt ein Fonds aller Kfz-Haftpflichtversicherer ein.
Ansonsten sind etwaige Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen zuständig, ebenso wie die Krankenversicherung.

Fall 2: Der Fahrer des Autos mit den Insassen hat Schuld

Auch wenn der Fahrer des Autos, in dem die Insassen sitzen, Schuld am Unfall mit Verletzungsfolgen hat, sind die Fahrgäste versichert. In diesem Fall greift die Kfz-Haftpflicht, die für diesen Wagen abgeschlossen worden ist.